Anno 1800

Anno 1800 für PC

Genre: Strategie | Release: 16. April 2019

Anno 1800 - Rückkehr zu den Wurzeln

  • Anno 1800 Screenshot
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Seit nun 20 Jahren gibt es die Anno-Reihe. Am grundlegenden Spielprinzip hat sich dabei wenig geändert. Denn im Fokus steht weiterhin der Aufbau einer eigenen kleinen Siedlung. Entwickelt wurde das Aufbaustrategiespiel vom deutschen Studio Blue Byte. Publisher Ubisoft sorgte am 16. April 2019 für die Erstveröffentlichung. Schon vorher konnten Spieler im Rahmen der Open Beta das Spiel testen und herausfinden, ob es ihren Ansprüchen genügt. Das Anno-Franchise startete mit Anno 1602 aus dem Jahr 1998 in eine traditionsreiche Geschichte. Bis 2007 wurde es vom deutschen Hersteller Sunflowers veröffentlicht. Anschließend übernahmen die Franzosen. Dabei blieb die Wirtschaftssimulation ihren Spielmechaniken stets treu. Bisher setzte sich die Serie viermal mit einem historischen Setting auseinander, bevor die Macher auch futuristische Sphären anstrebten. Nun, mit Anno 1800, kehrt das Franchise zurück an die eigenen Wurzeln und bringt den Spieler in eine menschliche Epoche, in der die Weichen für eine neue Zukunft gestellt wurden.

Gründergefühl, neue Welt und Expeditionen

Mit dem ersten Spielstart fängt Anno 1800 den Spieler ein mit den für die Reihe typischen Stärken. Das Gründergefühl, wenn das erste kleine Dorf entsteht, ist absolut überzeugend. So wird die anfängliche Siedlung gestaltet, die um einen Marktplatz aufgezogen wird. Erstes wichtige Gebäude ist das Wirtshaus. In diesem versammeln sich die Menschen zur Belustigung. Schnell wird dann mit Holzfäller und Sägewerk die Produktionskette angeworfen. So wird mit Schafen und der Weberei für Kleidung und mit dem Kartoffelfeld für Schnaps gesorgt. Dieser erste Luxus lässt, wie in der Serie üblich, die Menschen von Bauern zu Arbeitern „aufsteigen“. Damit verdoppeln sich die Bedürfnisse sowie die Produktionsketten, die erforderlich sind, um alle zufrieden zu halten. Neu ist hier, dass der Spieler nun selbst entscheidet, wer, wann, aufsteigt.

Da nicht alle Ressourcen auf der Startinsel angebaut werden können, gilt es wirtschaftlich zu denken. So kann der Spieler benötigte Rohstoffe bei anderen Nationen einkaufen. Oder aber es wird eine Insel besiedelt, die eben den Anbau entsprechender Ressourcen ermöglicht. Damit werden die ersten Erkundungsreisen unternommen. Doch in Anno 1800 warten in den Gewässern Piraten oder andere Nationen, die feindlich gesinnt sind. Gekämpft wird im neuesten Teil dabei ausschließlich auf dem Wasser.

Eine weitere Neuerung ist die neue „Welt“. Diese steht neben der alten Welt und bietet Ressourcen, die es auf der Hauptkarte nicht gibt. Somit müssen Charter- sowie Handelsrouten eingerichtet werden. Zudem gilt es, diese beiden Welten simultan zu unterhalten. So gibt es zum Beispiel Getreide und Wurst auf der eigentlichen Karte und Tortillas sowie Baumwolle auf der neuen. Hinzu kommen Expeditionen. Aktuell verlaufen diese jedoch passiv, was bedeutet, dass der Spieler über Statusmeldungen informiert wird und ab und an Entscheidungen treffen muss. Dafür sind diese besonders lohnenswert.

Schwierigkeitsgrad und Add-on

Anno 1800 ist ein extrem gelungenes Spiel, an dem es wenig zu mäkeln gibt. Einzig der Schwierigkeitslevel erscheint aktuell zu simpel, wenn es um das Thema Geld geht. Denn selbst auf dem höchsten Grad hat der Spieler selten ein finanzielles Problem. Es scheint auch auf Experte zu reichen, immer ausreichend Arbeiter zur Verfügung zu haben. So rutscht er nur selten in die Miese, vornehmlich dann, wenn Gebäude abgerissen oder versetzt werden sollen. Denn es gibt keine Rückerstattung und die Neuplatzierung kostet ebenfalls.

Mit der großen Weltkarte sowie der beiden Welten scheint es, als würde es ein mögliches Add-on für Anno 1800 geben. So wären Regionen, die in der Wüste oder in der Arktis angesiedelt sind, denkbar. Damit könnten sich die Macher über das bisherige Anno-Spiel erheben und eine bisher nicht da gewesene Abwechslung bieten. Aktuell gibt es jedoch vom Entwickler keine Informationen hierzu.

Anno 1800 - ein Fazit

Mit dem aktuellen Teil vereint Blue Byte alles, was die Reihe zu einem legendären Spiel gemacht hat. So ergänzen sich ganz Neue mit altbekannten Spielelementen. Hierdurch wird der Städtebau in Anno noch hübscher, komfortabler und spannender, als er jemals zuvor war. Die Atmosphäre ist eindrucksvoll und die Spielwelt detailreich inszeniert. Mit dem Blaupausenmodus lässt sich nun genau planen und der Anspruch bleibt insgesamt hoch. Anno 1800 schafft es damit abermals, den Spieler stundenlang vor dem Bildschirm zu fesseln, ohne dass er dies bemerken würde.

Systemanforderungen für PC (Hardware Voraussetzungen)

 Minimale Systemanforderungen
CPUIntel i5-4460 - 3,2 GHz, AMD Ryzen3 1200 - 3,1 GHz
RAM8192 MB (8 GB)
GrafikkarteNvidia GTX 670 - 2 GB, AMD Radeon R9 270X - 2 GB
Festplatte61440 MB (60 GB)
 Empfohlene Systemanforderungen
CPUCPU: Intel i5-4690K - 3,5 GHz, AMD Ryzen5 1400 - 3,2 GHz
RAM8192 MB (8 GB)
GrafikkarteNvidia GTX 770 - 4 GB, AMD Radeon R9 285 - 2 GB
Festplatte61440 MB (60 GB)
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