Ancestors Legacy

Ancestors Legacy für PC und Xbox One

Genre: Strategie | Release: 22. Mai 2018

Ancestors Legacy - nicht ganz historisch

  • Ancestors Legacy Screenshot
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Vom polnischen Entwickler Destructive Creations wurde eins der meist gelobten Strategiespiele 2017 entwickelt. Ancestors Legacy ist ein Echtzeitstrategiespiel, das im Zeitalter des Mittelalters angesiedelt ist. Veröffentlicht wurde es vom russischen Publisher 1C Company am 22. März 2018 für Microsoft Windows und Xbox One. Als Spiel-Engine kam in diesem Titel die Unreal Engine 4 zum Einsatz. Der Hauptfokus vom Studio Destructive Creations lag bei der Umsetzung auf historisch akkuratem Geschehen. So wird das taktische Echtzeitstrategiespiel von Ereignissen des Mittelalters beeinflusst.

In Ancestors Legacy stehen dem Spieler vier verschiedene Fraktionen zur Auswahl. Wikinger, Angelsachsen, Germanen und Slawen. Diese unterscheiden sich zwar, jedoch nicht so sehr wie in anderen Strategiespielen. Die unterschiedlichen Karten überzeugen durch eine hohe Dichte an Details. Besonders auf den riesigen Schlachtfeldern lässt sich mit einem einfachen Knopfdruck mitten ins Kampfgeschehen springen. Dabei erleben der Spieler authentischen Kämpfe, geprägt von Taktik und den eigenen Entscheidungen. Der Basisbau wurde auf ein Minimum reduziert, fördert aber gerade dadurch die einmalige Atmosphäre.

Eine glaubhaft inszenierte Welt

England im Mittelalter. Die Wikinger landen an den Küsten und fallen über Land und Bevölkerung her. So wirft uns auch Ancestors Legacy in die ersten gewalttätigen Schlachten. Immerhin 40 Stunden soll die Einzelspieler-Kampagne gehen. Dabei soll jede der vier Fraktionen seine eigene Storyline erhalten. Das Setting des Mittelalters ist authentisch umgesetzt und bringt die Atmosphäre einer weitläufigen, aber brutalen Welt perfekt rüber. In dieser steuern wir dann bis zu zehn unterschiedliche Truppen.

Das Terrain, durch das wir uns auf unseren Missionen bewegen, gibt oftmals die taktische Marschrichtung vor. So wird unser Sichtfeld beispielsweise durch Bäume beeinflusst oder Erhöhungen lassen uns nicht sehen, was sich dahinter befindet. Ebenfalls kann hohes Gras genutzt werden, um einen Hinterhalt zu planen. Oder wir laufen selbst in einen. Dabei sind wir wechselndem Wetter als auch Tag- und Nachtphasen ausgesetzt. Besonders nachts sehen unsere Truppen fast gar nichts. Dagegen würden Fackeln helfen. Damit wären wir jedoch ebenfalls gut zu erkennen. So müssen wir uns überlegt und dennoch schnell bewegen. Das heißt auch, das Ancestors Legacy nicht für langsame Tüftler ist.

Von Basis und Ressourcen

Der Basenbau und das Ressourcenmanagement fallen recht überschaubar aus. So lassen sich unsere Rückzugsorte nur sehr minimal aufbauen. Plätze für die Gebäude sind bereits reserviert und so wirkt es, als würden wir die einzelnen Gebäude eher upgraden als diese tatsächlich strategisch zu planen. Arbeiter führen ihre Arbeiten dann an bestimmten Orten aus. Zum Beispiel da, wo Felder wachsen. Dadurch fokussiert sich das Spielgeschehen jedoch mehr auf die Schlachten, was ein belebendes Element ist.

Ressourcen müssen natürlich auch gemanagt werden. Hier verfügen wir über Holz, Nahrung und Eisen. Ersteres benötigen wir, um Kämpfer auszubilden. Eisen ermöglicht uns die Truppen mit besseren Technologien auszustatten und die Nahrung wird benötigt, um alle Mäuler satt zu bekommen. Wollen unsere Männer Nahrung, die wir nicht haben, sinkt die Moral und die Kampfkraft signifikant.

Immer feste drauf

In den Kämpfen zeigt sich dann auch die ganze Liebe zum Detail. Die einzelnen Modelle hacken nicht nur wild durcheinander, sondern nehmen tatsächlich am Kampf teil. Per einfachem Klick lassen sich die Auseinandersetzungen aus der Nähe verfolgen. Zudem spielt hier die Taktik eine übergeordnete Rolle. Wann immer möglich sollte der Feind flankiert oder von hinten angegriffen werden. Ebenfalls sollten die eigenen Fähigkeiten sinnvoll genutzt und nicht vergessen werden, die Truppen dank der Erfahrungspunkte aufzuwerten.

Ancestors Legacy - das Fazit

Bisher war das polnische Entwicklerstudio mit Hatred als Beispiel, etwas in Verruf geraten. Mit dem neuen Spiel stampfen sie allerdings so etwas wie einen Geheimtipp aus dem Boden. Mithilfe des Produzenten von „The Witcher 2“, wurde hier etwas Fesselndes und Atmosphärisches geschaffen, das richtig Spaß macht. Zudem hat Destructive Creations sehr viele wunderbare Details einfließen lassen. So werden gegnerische Gebäude nicht mit Schwert und Speer malträtiert, bis sie einstürzen, sondern wir sehen unsere Mannen Fackeln werfen und brennen diese so bis auf die Grundmauern nieder.

Systemanforderungen für PC (Hardware Voraussetzungen)

 Minimale Systemanforderungen
CPUCore i5-750 2.66GHz / Phenom II X4 955
RAM4096 MB (4 GB)
GrafikkarteGeForce GTX 460 v2 / Radeon HD 5850 1024MB
Festplatte8192 MB (8 GB)
 Empfohlene Systemanforderungen
CPUCore i5-3570 3.4GHz / FX-8350
RAM8192 MB (8 GB)
GrafikkarteGeForce GTX 670 / Radeon R9 285 2GB
Festplatte8192 MB (8 GB)
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