State of Mind

State of Mind für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch

Genre: Adventure | Release: 16. August 2018

State of Mind - von Trennung und Verlust

  • State of Mind Screenshot
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State of Mind ist ein vom deutschen Softwareentwickler Daedalic Entertainment produziertes Abenteuer, das noch 2018 erscheinen soll. Auf Steam findet man den Titel bereits und ist aktuell vorbestellbar. Das Sci-Fi-Abenteuer entwickelt sich schnell zu einem Thriller und ist in einer dystopischen Realität angesiedelt. Diese verbindet sich mit einer digitalen Utopie zu einer zutiefst gespaltenen Welt. So erzählt State of Mind die Geschichte von Isolation, Trennung, Identität und Wiedervereinigung. Im Zentrum des futuristischen Thrillers steht laut dem Entwickler der Transhumanismus. Dass eine Entwicklung weg von Muskeln und Knochen hin zu einer neuen Daseinsstufe schwierig sein kann, erlebten die Spieler bereits in der Deus-Ex-Serie. So wird auch in State of Mind der Körper als Ballast angesehen, den man irgendwann hinter sich lassen kann. Was recht positiv und reibungslos erscheint, ist in State of Mind jedoch weit entfernt von einem erstrebenswerten Ziel. Wer in dieser Welt dem Leben entfliehen möchte, lädt sein Bewusstsein einfach auf einen Server.

Schwieriges Thema. Schwierige Welt

Berlin im Jahr 2048. Wie so häufig steht die Welt am Abgrund. Der Planet ist ausgebeutet und gibt kaum noch etwas her, Krankheiten grassieren, die Atemluft ist dreckig und das Wasser verschmutzt. Die sozialen Systeme helfen nicht mehr und so herrscht ausufernde Kriminalität und Krieg. Die Regierungen haben Gegenmaßnahmen ergriffen und eine umfangreiche Überwachung durchgesetzt. Zudem wurden Menschen durch humanoide Roboter ausgetauscht und Drohnen sorgen für Aufklärung aus der Luft. Alles ist miteinander vernetzt und nichts entgeht den wachsamen Augen der Sicherheitsbehörden.

In der Rolle des Journalisten Richard Nolan finden wir uns zu dieser Zeit wieder. Nolan ist kein Fan der Verherrlichung des Transhumanismus. Die Technisierung geht ihm ziemlich gegen den Strich. Als er dann noch mit dem Namen Adam in der City 5, einer virtuellen Stadt erwacht, weil sein Bewusstsein auf einen Server geladen wurde, ist seine Verwunderung recht nachvollziehbar. Weder hat er eine Idee, wer ihn gegen seinen Willen auf diesen Server geladen hat, noch warum dies geschehen ist. Als ob das nicht schon bedrückend genug wäre, ist bei dem Transfer noch etwas schiefgegangen. Nur die halbe Persönlichkeit wurde übertragen. Die andere Hälfte ist in der ehemals geteilten Stadt Berlin verblieben. Damit schließt sich der Kreis in State of Mind. Denn Trennung und Teilung sind das zentrale Thema laut dem Autor Martin Ganteföhr.

Beim Spielablauf wird überwiegend auf Entscheidungen durch Dialoge gesetzt. So lassen sich durch geschickte Fragen und Antworten neue Optionen öffnen. Zudem sollen die Entscheidungen des Spielers durchweg Konsequenzen haben. Jedoch wird es hierdurch keine verschiedenen Handlungen geben. Besonders fällt hier das Spiel mit den verschiedenen Charakteren, die in den unterschiedlichen Welten geblieben sind, auf. So wechselt der Spieler ständig zwischen Adam/Richard und somit zwischen City 5 und Berlin.

Autor Martin Ganteföhr schätzt, das der Spieler sich zu 60 Prozent in Berlin und zu 40 Prozent in City 5 aufhalten wird. Eingebunden ist die Geschichte in einige Flashbacks, die die gemeinsame Vergangenheit der beiden beleuchten. Besonders ist hier, dass diese Rückblenden nicht in der Rolle von Richard gespielt werden, sondern aus der Sicht der anderen Personen.

State of Mind - das Fazit

Das Spiel bedient sich eines schweren Themas. Transhumanismus ist nicht allen geläufig und wirft auf den ersten Blick mehr Fragen auf, als das es erklärt. Jedoch schaffen es die Entwickler sehr gut, den Zwiespalt und die Paradoxie hinter dem Thema herauszukristallisieren. Grafisch eigenwillig umgesetzt passt sich der Stil gut der Geschichte an. Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt von Daedalic Entertainment entwickelt.

Systemanforderungen für PC (Hardware Voraussetzungen)

 Minimale Systemanforderungen
CPU2.8 Ghz Dual Core CPU
RAM4096 MB (4 GB)
GrafikkarteNVIDIA GeForce 560 / AMD Radeon 7770
Festplatte22528 MB (22 GB)
 Empfohlene Systemanforderungen
CPU3 Ghz Quad Core CPU
RAM8192 MB (8 GB)
GrafikkarteNVIDIA GeForce GTX 750 Ti / AMD Radeon R7 370
Festplatte22528 MB (22 GB)