Stardew Valley

Stardew Valley für PC

Genre: Rollenspiel | Release: 26. Februar 2016
Testbericht zu Stardew Valley - Das Bauernhof-Rollenspiel im Test

Neues Leben, neue Herausforderung - in "Stardew Valley", einem Farming-RPG stellen sich die Spieler der Herausforderung, in einem kleinen, heruntergekommenem Dorf ein neues Leben als Farmer zu beginnen.

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Stardew Valley TestberichtDer Spieler von "Stardew Valley" erhält zu Beginn des Spiels einen Brief seines Großvaters, welcher bereits im Sterbebett liegt. Der alte Mann möchte, dass dieser Brief erst geöffnet wird, wenn sein Enkel sich in seinem Leben in einer Sackgasse befindet und in der modernen Welt keinerlei Zukunft mehr sieht. Jahre später findet man sich als ein kleiner Angestellter der großen Joja Corporation wieder und muss tagein, tagaus in einer kleinen Bürozelle an einem kleinen Computer arbeiten. Plötzlich kommt der Brief vom Großvater wieder ins Gedächtnis. Nun scheint der Moment gekommen zu sein, den der alte Mann vorhergesehen hat. Beim Öffnen des Briefes stellt der Spieler fest, dass es sich bei dem Brief um eine Erbschaftsurkunde für einen kleinen Hof in dem südlich gelegenen Dorf Stardew Valley handelt. Ohne lange zu überlegen, springt man in den nächsten Bus und fährt seinem neuen Leben entgegen. Doch in dem kleinen Dorf angekommen stellt man schnell fest, dass auch Stardew Valley nicht mehr so ist, wie es noch zu Großvaters Zeiten war. Denn auch auf dem Lande hat sich die Joja Coporation bereits ausgebreitet und dafür gesorgt, dass die Wirtschaft von Stardew Valley nahezu zum Erliegen kommt. Als Spieler steht man nun vor der schweren Aufgabe, nicht nur seiner Farm, sondern auch dem Dorf selbst wieder zu alter Blüte zu verhelfen.

"Stardew Valley" ist in seiner Spielweise der Spielreihe "Harvest Moon" sehr ähnlich. Als Spieler muss man anfangs unter anderem ein kleines Feld bestellen, Unkraut jäten, Holz und Steine wegräumen und durch das anpflanzen von Obst und Gemüse seinen Lebensunterhalt verdienen. Im Verlauf des Spiels sammelt man Ressourcen wie Holz, Lehm, Steine und verschiedene Gemüsesorten, für die man in den Läden von Stardew Valley Geld oder neue Materialien für die eigene Farm erhalten kann. Nach diesem Prinzip baut man nach und nach seine Farm auf, erweitert die Felder und kann sich durch die Erträge im späteren Verlauf des Spiels auch Tiere wie Kühe, Hühner oder Enten anschaffen, um mit deren Erzeugnissen dann zum Beispiel eigener Käse oder Mayonnaise herstellen.

Nicht nur in seiner 8 Pixel Retro-Grafik, sondern auch in seinem Umfang ist "Stardew Valley" eine Hommage an alte Farming- und Stardew Valley Testbericht des FarmspielsRollenspiele. Denn Zeit für Pausen oder Langeweile sind in dem Spiel nie zu finden. Überall kann man Beschäftigung finden. So gibt es diverse Aufgaben, die man auf seiner eigenen Farm erledigen kann. Wenn einem nicht danach ist, kann der Spieler die sozialen Kontakte zu den anderen Dorfbewohnern pflegen, Feste feiern oder sich verlieben und sogar heiraten. An einem regnerischen Tag bietet es sich unter anderem an, die Mine von "Stardew Valley" zu besuchen, in der es nicht nur Erze und Mineralien zu finden gibt, sondern auch diverse Monster, welche man zum Zeitvertreib verhauen kann. Als netten Nebeneffekt lassen die Monster Gegenstände fallen, die ihr für die Herstellung neuer Objekte für eure Farm benutzen oder einfach verkaufen könnt. Jede Aktion bringt der Spielfigur Erfahrungen ein und verfeinert bestimmte Fähigkeiten. Wenn man beispielsweise öfter angeln geht, dann wird das Fangen der Fische mit der Zeit einfacher und beansprucht nicht mehr soviel Zeit wie zu Beginn. Ist man dagegen eher am Pflegen der sozialen Kontakte, wird man im Verlauf des Spiels zu einem regelrechten Charmbolzen.

Somit kann jeder "Stardew Valley" auf seine ganz eigene Art entdecken und muss auch nicht fürchten, dass er das Spiel plötzlich verliert, wenn er bestimmte Ziele nicht erfüllt. Denn ein Ende gibt es in dem Spiel nicht. Es geht immer weiter und jeden Tag stehen neue Aufgaben an, mit denen man sich beschäftigen kann, um seine Farm und das Dorf drum herum wieder auf Vordermann zu bringen.

Der Preis von 13,99 Euro ist für Stardew Valley mehr als gerechtfertigt. Die Arbeit von einer einzigen Person über mehr als 4 Jahren und über 1000 programmierstunden hat sich allemal gelohnt. Das Spiel umfasst unglaublich viele Details, die gerade das Herz alter Harvest Moon Fans höher schlagen lässt. Stardew Valley ist die perfekte alternative zu bereits bekannten Spielen wie Animal Crossing oder eben Harvest Moon. Für den Computer gibt es keine vergleichbare Farm-Simulation.

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