Fallout 4

Fallout 4 für PC, PS4 und Xbox One

Genre: Rollenspiel | Release: 10. November 2015
Testbericht zu Fallout 4 - Die Endzeit in epischer Länge

Auf ins Wasteland – in Fallout 4, dem neuen Ableger der Endzeit-Reihe aus dem Hause Bethesda dürfen die Spieler wieder ihre Überlebenskünste in der Postapokalypse unter Beweis stellen. Aber worauf können sich die Überlebenden freuen und was bietet das Spiel an Neuerungen?

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Fallout 4 spielt in einer alternativen Realität, in der die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg die Erforschung der Atomenergie vorangetrieben haben, um damit letztendlich nicht nur große Kraftwerke, sondern schlicht alles zu betreiben, was sich bewegen kann. Atomar betriebene Hausroboter und Autos mit nuklearem Antrieb sind nur einige der Beispiele der Veränderungen. Doch die Forschung hat ihren Preis. Die Menschen werden unbedacht und beuten ihren Planeten mehr und mehr aus. Nationen stehen sich erneut im Krieg gegenüber und die Angst vor dem Einsatz von Atomwaffen ist allgegenwärtig.

Fallout 4 TestDer Spieler beginnt sein Abenteuer im Jahr 2077. Als in den Nachrichten durchgegeben wird, dass in New York und Philadelphia atomare Einschläge verzeichnet wurden, flieht man mit seiner Familie in den nahegelegenen Vault 111, wo die Neuankömmlinge unter dem Vorwand einer Dekontaminierung eingefroren werden. Als man erwacht, stellt man fest, dass man ganz allein ist. Der Ehepartner ist tot, das gemeinsame Kind verschwunden. Damit aber nicht genug, stellt sich heraus, dass man für 200 Jahre eingefroren war. Dennoch gibt es nur noch ein Ziel: herauszufinden, was 2077 wirklich passiert ist und wo das Kind damals hingebracht wurde.

Auf Spurensuche in der Einöde

Fallout 4 - TestberichtDas postapokalyptische Wasteland von Fallout 4 scheint auf dem ersten Blick endlos zu sein. Viel Platz also, um mit der Suche nach Hinweisen auf die Vergangenheit anzufangen. Tatsächlich steht es den Spielern fast völlig frei, wo sie hingehen und was sie machen wollen. Zum Einstieg dienen anfängliche Missionen, welche der Handlung des Spiels folgen und die Spieler bereits mehrere Stunden durch das Wasteland rund um das ehemalige Boston führen werden. Es ist natürlich aber auch möglich, gleich in das Endgebiet des Spiels zu gehen, um dann zu versuchen sich dort durchzuschlagen.

Unterwegs treffen die Spieler auf diverse Charaktere, welche ihnen neue Missionen anbieten, mit denen man seinen Charakter verbessern und sein Inventar aufrüsten kann. Einige der Missionen sind unabhängig, andere beleuchten die Geschichte von Fallout 4 von einer neuen Seite, sodass die Spieler eventuelle Nebengeschichten finden können, wenn sie fleißig suchen.

Neuerungen und Altbewährtes

Spieler, die bereits einmal ein Spiel der Fallout-Reihe absolviert haben, werden sich schnell wieder in den Funktionen von Fallout 4 wiederfinden. Wie in den Vorgängern auch können die Spieler bei Konfrontationen entweder den freien Kampf-Modus zurückgreifen oder sich des VAST-Systems bedienen. Bei letzterem wird die Zeit verlangsamt und der Körper des Gegners in einzelne Trefferzonen unterteilt. Mithilfe von Aktionspunkten kann man nun versuchen, eine oder mehrere Trefferzonen zu attackieren, um den Gegner auszuschalten. Je nachdem, welche Waffe man trägt und wie man seinen Charakter aufgebaut hat sind einige Zonen leichter und andere schwerer zu treffen. Schafft man es, einen Feind zu erledigen, kann man sein Hab und Gut plündern und erhält dafür dann unter anderem Erfahrungspunkte zum Aufleveln.Fallout 4 - Patch Testbericht

Ebenfalls wieder dabei sind die S.P.E.C.I.A.L.s. Dabei handelt es sich um Attribute und Verbesserungen, welche man bei jedem neuen Level verbessern kann, um sich seinen eigenen Spielstil zu schaffen. Neu dagegen ist die Möglichkeit, eigene Dinge zu bauen und zu erweitern. Dafür lassen sich überall im Wasteland Rohmaterialien wie Schrauben, Bleche, Holz, Zahnräder oder auch Energiezellen finden. Diese kann man entweder nutzen, um sich Waffen zu bauen oder gefundene Waffen aufzurüsten oder man verwendet die Materialien, um sich ein postapokalyptisches Zuhause aufzubauen. In der ganzen Regionen finden die Spieler mögliche Plätze, an denen sie neue Siedlungen errichten, anderen Überlebende versammeln und Ressourcen lagern können, um eine neue Zivilisation aufzubauen.

Fazit: Die Endzeit in epischer Länge!

In Fallout 4 gibt es überall etwas zu entdecken oder zu erledigen. Um alle Missionen zu finden und zu erledigen, müsste man locker an die 400 Stunden investieren. Das kann zwischendurch zwar etwas anstrengend sein, dafür werden die Spieler aber auch mit einer stimmigen und melancholischen Atmosphäre belohnt. Diese wird unter anderem durch die Grafik erzielt, die vielleicht nicht dem neusten Standard entspricht, das Bild einer trostlosen postapokalyptischen Welt aber dank jeder Menge Details und Anspielungen auf die Vergangenheit abrundet. Somit kann Fallout 4 zu einer mehrstündigen Erkundungsreise werden, wenn man sich darauf einlassen will.

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